Véletlenül került elő egy értékes rovarfaj a Nógrádi Tájegységben 2020.08.26. 15:47

Igazgatóságunk nagy figyelmet fordít a védett és a Natura 2000 területek élővilágának feltárására.

Ennek érdekében számos kutató kap megbízást felmérésekre, különösen a közösségi jelentőségű állatfajok előfordulásainak kimutatására. Az utóbbi évtizedben a specialisták által végzett, célzott kutatások sok értékes adatot szolgáltattak a természetvédelmi kezelés szakmai megalapozásához, de nemegyszer a véletlennek köszönhetően gyarapodnak ismereteink. Így történt ez a közelmúltban a Nógrádi Tájegységben is, amelyről az alábbiakban számolok be.

2020. július 28-án a kora esti órákban, a Kelet-cserháti Tájvédelmi Körzettel határos Kozárdon lévő lakóházam külső világítása egy nőstény szarvas álganéjtúrót (Bolbelasmus unicornis) vonzott be. Miután ezt a közösségi jelentőségű bogárfajt a tájegységből még nem ismertük, azonnal fontossá vált, hogy kiderítsük, honnan érkezett ez a példány. A faj egyik legjobb ismerője Szénási Valentin, a Duna-Ipoly Nemzeti Park Igazgatóság munkatársa, akitől gyors szóbeli segítséget kaptam, hogy milyen módszerrel, milyen élőhelyeken keressem a bogarat.

A fényre érkezett nőstény

Az elkövetkező napokban közvetlenül sötétedés után, elemlámpával jártam be a környék jobb állapotú gyepjeit, és két helyszínen sikerrel jártam. A lámpa fényében, a fű fölött alacsonyan repülő szarvas álganéjtúrókat nem nehéz észrevenni és meghatározni. Megtalálásukat inkább az nehezíti, hogy nagyon rövid ideig, 15-30 percig rajzanak, így esténként csak egy-egy szűkebb területet tudunk átvizsgálni. Ez az Európa-szerte ritka bogárfaj föld alatti gombafajok (köztük szarvasgombák) egyedeire rakja petéit, akár fél métert is leásva a szag alapján megtalált termőtestekhez. Lárvái a gombában fejlődnek és bábozódnak, imágói áttelelnek, majd májustól augusztusig rajzanak.

Hím szarvas álganéjtúró

Melegkedvelő sztyepp- és erdőssztyepp-fajként szárazabb gyepekben, nyílt erdőkben fordul elő. Most kimutatott kozárdi élőhelyei felhagyott szőlők helyén, szarmata mészkövön kialakult félszáraz irtásrétek. Ezek a gyepek a Kelet-cserháti Tájvédelmi Körzet területéhez tartoznak, egyikük (a Pohánka nevű dűlő) a Natura 2000 hálózat része is. Szerencsés tény, hogy a Bükki Nemzeti Park Igazgatóság vagyonkezelésében vannak, a rajtuk folyó természetvédelmi gyepkezelés pedig az erdőssztyepp jellegű vegetáció (gyep-, erdő-, és cserjés foltok mozaikjának) fenntartását szolgálja.

A szarvas álganéjtúró egyik előfordulási helye, a kozárdi Pohánka

A Kozárdon található félszáraz irtásréteket eddig is a Nógrádi Tájegység kiemelkedő természeti értékei között tartottuk számon. Gyepkezeléseinket többek között a termetes habszegfű, az erdélyi virágszöcske, a keleti rablópille, a hegyi törpeboglárka és a pannongyík élőhelyi igényeinek megfelelően végeztük. Az új adatok fényében szakmai továbblépésnek tartjuk, hogy ezentúl a szarvas álganéjtúró ismert igényeit is figyelembe véve végezzük munkánkat.

Harmos Krisztián
Harmos Krisztián
tájegységvezető

Kapcsolódó

2023/1 2. The first few days

2023/1 2. The first few days

2023.04.19. 14:37
Am 14. Maerz stieg ich ins Flugzeug in Richtung Budapest. Natürlich war ich ziemlich aufgeregt und gespannt. Ich war vorher noch nie in Ungarn. Wie werden die Leute dort sein und wie wird meine neue Heimatstadt aussehen? Was wird mich im Bükk-Region Geopark erwarten? Fragen über Fragen…Glücklicherweise wurde ich von Balázs am Flughafen abgeholt und meine Aufregung legte sich etwas nach dem herzlichen Empfang. Auf dem Weg in die Wohnung machten wir sogar noch einen Zwischenstopp bei Aldi, da am 15. Maerz ein Feiertag in Ungarn ist (Gedenktag der Revolution von 1848) und die Geschaefte geschlossen hatten.Ich nutzte den freien Tag direkt, um etwas die Innenstadt zu erkunden. Dort habe ich den Dobó-István-Platz, das Rathaus, sowie die Basilika gesehen. Erster Eindruck? Hier laessts sich aushalten!Am Samstag hat mich Balázs und sein Vater auf eine Wanderung im nahegelegenen Aggtelek Nationalpark eingeladen. Wir marschierten im Wald 15 km entlang der slowakischen Grenze von Aggtelek in Richtung Gömörszőlős. Kurz vor unserem Ziel wurden wir noch mit einem schönen weitlaeufigen Ausblick belohnt. Dort konnten wir bis zum Mátra-Gebirge sehen! In Gömörszőlős, wo es unter Anderem ein ökologisches Ausbildungszentrum gibt, haben wir dann zusammen noch zu Abend gegessen (Ungarische Gulaschsuppe) und den Abend mit einem Kartenspiel ausklingen lassen (auf ungarisch gar nicht so einfach ;) ) Es war ein sehr schöner Tag, vor allem, da ich von allen Teilnehmern herzlich empfangen und direkt in die Gemeinschaft aufgenommen wurde.Am Sonntag stand dann die Besichtung der Burg von Eger an. Von dort hat man einen guten Ausblick über die Stadt. Im Keller der Burg befindet sich eine Ausstellung zu einer der grössten Waffensammlung in Ungarn und es kann das ehemalige Verlies besichtigt werden. Für Geschichtsinteressierte sehr interessant!
Tovább olvasom
8 Unsere Erfahrungen als Freiwillige in Ungarn

8 Unsere Erfahrungen als Freiwillige in Ungarn

2023.04.19. 14:31
Seit fast fünf Monaten sind wir nun schon hier in Ungarn und arbeiten im Direktorat des Bükk-Nationalparks. Schon etwas emotional schauen wir auf den letzten Monat und die Zeit, die uns noch in unserem Freiwilligendienst bleibt. Aber vor allem schauen wir voller Dankbarkeit auf die Zeit, die wir hier schon verbracht haben.Der sechsmonatige Freiwilligendienst hier in Ungarn war für uns beide die erste lange und vor allem alleinige Reise ins Ausland und am Anfang haben wir uns natürlich unsere Gedanken gemacht, ob alles so verlaufen würde, wie wir es uns erhofften. Wenn wir eins gelernt haben, dann ist es, dass man aus schwierigen Situation am besten lernen kann und dass Erfahrungen – egal ob gute oder schlechte – uns als Menschen wachsen lassen. In unserer Zeit hier hatten wir das Glück, vor allem gute Erfahrungen machen zu dürfen: Wir haben die Gastfreundschaft vieler Ungar:innen kennengelernt, Freundschaften fürs Leben geknüpft und sind ein ganzes Stück eigenständiger geworden. In den letzten fünf Monaten sind wir viel gereist, haben unser Bestes im Ungarisch lernen gegeben und viele neue Menschen kennengelernt. Des Weiteren haben wir einen Einblick in die Natur des Bükk-Gebirges und die vielfältigen Aufgaben des National- und Geoparks gewinnen können. Besonders bei der Arbeit mit den Ranger:innen war es spannend, ihren Blick auf Bio- und Geodiversität vermittelt zu bekommen. Aber nicht nur die Vielfalt der Natur haben wir ganz neu betrachten und verstehen gelernt, wir haben auch gelernt zuzuhören. Wenn wir mit Freund:innen und Verwandten von Zuhause telefoniert haben, wurden wir oft gefragt, wie Ungarn und seine Menschen denn so seien. Während der Zeit hier haben wir gelernt, dass es keine einfache Antwort auf diese Fragen gibt; es ist nicht leicht zu sagen, wie ein ganzes Land ist oder alle Menschen in diesem Land sind. Denn jeder Mensch ist ein Individuum mit eigener Geschichte und eigenem Blick auf die Welt. Wir können bloß zuhören und versuchen, zu verstehen, wie die einzelnen Menschen denken, ohne etwas verallgemeinern zu wollen. Und mit je mehr Menschen wir uns unterhalten haben, desto vielschichtiger wurde unsere Sichtweise. Denn wie in jedem Land haben die Menschen auch hier ganz unterschiedliche Sichtweisen und Perspektiven auf unterschiedliche Themen – egal ob im Alltag, bei Persönlichem, der Lebensweise oder Politik.Der Freiwilligendienst hat uns gelehrt, dass ganz viel Schönes geschehen kann, wenn man etwas Neues ausprobiert, offen an Herausforderungen herangeht und einfach mal „ja“ sagt. Beim Einleben hat es sehr geholfen, uns unser Zuhause gemütlich einzurichten und mit Fotos, Pflanzen und Kerzen zu personalisieren sowie die Stadt Eger und ihre Menschen möglichst gut kennenzulernen. Momentan nehmen wir zum Beispiel an einem Jumping-Kurs teil; mit vielen Einheimischen Sport zu machen, ist jedes Mal ein Highlight unserer Woche.Uns hat dieser Auslandsaufenthalt im Rahmen eines Freiwilligendienstes unglaublich stark bereichert und können ihn aus vollem Herzen weiterempfehlen.Wir wünschen dir alles Gute für die nächste Reise!Marei und Ronja
Tovább olvasom
2023/1 5. Butterfly studies

2023/1 5. Butterfly studies

2023.07.10. 15:54
Am heutigen Tage durfte ich zwei Ranger und einen aus Deutschland angereisten Forscher (juhuu) in ein Waldstück nahe Kerecsend begleiten. Der Forscher wollte die gefährdete Schmetterlingsart Maivogel (Euphydryas maturna) (Wikipedia-Link für die Interessierten: https://de.wikipedia.org/wiki/Maivogel ;) ) untersuchen, bzw. besser gesagt deren Raupen und Lebensraum.Der Maivogel kommt natürlicherweise in Ost- und Mitteleuropa vor, jedoch nur sehr lokal und die Populationen liegen weit verstreut. Leider ist er, wie so viele Arten, stark vom Aussterben bedroht (unter anderem aufgrund von Lebensraumverlust durch Forstwirtschaft und dem Einsatz von Insektiziden). In Deutschland gibt es beispielsweise nur noch vier verschiedene Populationen. In Ungarn gibt es noch eine etwas weitere Verbreitung (bei der letzten Zählung wurden etwa zwanzig Individuen festgestellt), unter anderem auf dem Gebiet des Bükk Nationalpark Direktorats in der Nähe der Kleinstadt Kerecsend. Aus diesem Grund ist der Forscher extra aus Deutschland angereist, um sich hier ein Bild der Lebensräume zu machen.Wir machten uns also auf die Suche nach den Raupen des Maivogels, welche für gewöhnlich an Eschen und Ligustern zu finden sind. Leider hat das Wetter mal wieder nicht mitgespielt (warum schneit es im April L ??) und die Raupen haben sich alle verkrochen, sodass nicht einmal der speziell darauf trainierte Artenspürhund die Raupen finden konnte.Alles in allem war es jedoch ein interessanter (wenn auch seeehr kalter) Nachmittag, bei dem ich wieder etwas Neues gelernt habe.Zum Abschluss haben wir uns noch bei einem Kaffee aufgewärmt und dann war es Zeit für den Feierabend!
Tovább olvasom